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Hollunderblütensirup

HOLLER HOLLER HOLLER - ich riech überall nur mehr Holler, zumindest in Linz ;-) und er ist doch auch so lecker. Ich liebe Hollersaft und deshalb habe ich heuer gleich noch ein paar neue Hollunder-Verarbeitungsarten ausprobiert, welche ich euch in den nächsten Tagen laufend zeigen werde und die Rezepte dazu liefere. 


Das erste Rezept aus meiner Hollunder-Reihe wird aber das BESTE, der Hollunderblütensirup.

Sucht euch eine schöne Hollunderstaude, wenn möglich nicht neben der Straße und schneidet euch 30 Stück schöne Hollunderblüten (am besten die ganz großen) ab. Diese verpackt ihr in einen 10 l Kübel mit Deckel oder eine so große Schüssel mit Deckel.

TIPP: Falls ihr kein so großes Behältnis mit Deckel habt, entweder den Kübel mit Frischhaltefolie abdecken, oder auf 2 Schüsseln aufteilen.

Zu den 30 Blüten gebt 3 l Leitungswasser und 80 g Zitronensäure oder Weinsteinsäure sowie 4 Stück gewaschene und in dünne Scheiben geschnittene Bio-Zitronen. Deckel oder Folie drauf und fertig ist der Grundansatz. 

Jetzt muss das Ganze für mindeste 24 Stunden an einen kalten und kühlen Ort, also am Besten ab damit in den Keller. Ich lasse meinen Hollersaft normalerweise ca. 5 Tage stehen, damit er schön intensiv schmeckt. Nach eurer gewünschten Ziehzeit geht's wieder an die Arbeit. Nun müsst ihr die Blüten und Zitronen abseihen. Am Besten erwischt man das meiste mit einem Schaumlöffel, also auf gut Mühlviertlerisch, einem Knödelschöpfer =) Damit erwischt man fast alles und zum Schluss den Ansatz durch ein Sieb in einen großen, mindestens 7,5 l Kochtopf leeren, dann sind auch die letzten Blüten noch weg.

TIPP: Wer wirklich kein Flänkchen im Saft haben möchte, also einen komplett klaren, der muss zum Abschluss den Ansatz noch durch ein Passiertuch aus Baumwolle "seihen". Nachdem man meinem Saft aber anmerken darf, dass es selbstgemacht ist, gibt's das bei mir nicht =)

Zum Ansatz im Kochtopf kommen jetzt noch je nach Geschmack 3 kg weißer Zucker oder meiner ist mit 2 kg Vollrohrzucker und 1 kg weißer Zucker. Durch den Vollrohrzucker bekommt er auch die dunkle Farbe (siehe unten den Vergleich - der helle Saft ist rein mit weißem Zucker).


Nun erhitzen, so dass sich der ganze Zucker auflöst. Man kann den Sirup aufkochen lassen. Ich lasse meinen aber nicht aufkochen, damit doch noch ein paar Inhaltsstoffe erhalten bleiben, erhitze ich ihn gut und dann wird er noch heiß in Flaschen gefüllt.

Zum Abfüllen des Saftes habe ich mich früher immer mit Trichter und Schöpfer gequält. Heute ein kleiner TIPP meinerseits, wobei ihr aber selbst entscheiden müsst ob ihr es so machen wollt, denn ich befülle meine Falschen mit der Tupperware 2 l Kanne. Ja ich weiß, diese ist grundsätzlich NICHT hitzebeständig, daher muss es auch jeder für sich selber entscheiden, ob man es machen möchte oder nicht. Denn wenn die Kanne einmal kaputt geht dabei, gibt's keine Garantie mehr, denn das ist dann ein Selbstverschulden und wird nicht auf Tupperware Garantie ausgetauscht. Aber es ist einfach sooooooooooo praktisch und meiner Meinung nach die schnellste Variante.

Tja und wenn dann alles in Flaschen ist, geht's nur mehr ans dekorieren oder verzieren der Flaschen.

TIPP: Schön verzierte Flaschen sind auch ein perfektes Geschenk oder Mitbringsel zu jeglichen Anlässen =)



Nun wünscht ich euch viel Spaß beim Hollunderblüten suchen, ansetzen, verkochen und dann vor allem beim verkosten und genießen.

Bis bald und Alles Liebe 
eure Eva =)

Kommentare

  1. Hallo Eva
    Ich liebe diesen Saft.Als Kind habe ich den aus den reifen Beeren,verdünnt mit Wasser, gern getrunken.Danke für deine Tipps.
    Lg Heike

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  2. Danke liebe Heike, ich freue mich wenn meine Tipps die Küchenarbeit etwas erleichtern können =)

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